Goldbraune, gesalzene Laugenbrezen im Körbchen serviert

Laugenbrezen

Es ist wieder Zeit für die „Wiesn“ bzw. das Oktoberfest – und nicht nur das: Der Herbst schreit einfach nach Laugengebäck! Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber wenn goldbraune Laugenbrezen frisch aus dem Ofen kommen, ich sie mit etwas Butter bestreiche und dazu einen heißen Tee oder Kaffee genieße, dann bin ich mitten im perfekten, entschleunigenden Herbstmoment.

Was soll ich sagen? Selbstgemachte Laugenbrezen schmecken einfach unschlagbar und sind dabei viel einfacher zu backen, als man vielleicht denkt. Und das Beste: Für die schöne goldbraune Farbe und den typisch aromatischen Geschmack braucht es nicht unbedingt echte Lauge. Mit einem Natronbad lassen sich die Brezen ganz unkompliziert zu Hause selber machen – außen wunderbar knusprig und innen herrlich weich.

Goldbraune Laugenbrezen im herbstlichen Setting, bestreut mit grobem Salz von Hand

Watteweich und unwiderstehlich: Selbstgebackene Laugenbrezen aus dem Heimbackofen

Dieses Rezept beweist, dass man keine große Backstube braucht, um das Lieblingsgebäck, welches man sonst gerne im Supermarkt kauft, einfach selbst zu herzustellen. Mit diesem wunderbar weichen Teig und der hausgemachten Natronlauge entstehen im Handumdrehen diese wunderschönen Laugenbrezen zum Verlieben. Probiert es unbedingt aus!

Zutaten für die Laugenbrezen

  • 500 g Weizenmehl Type 700 AT/550 DE
  • 180 g Wasser
  • 120 g Milch
  • 10 g Salz
  • 40 g weiche Butter
  • 20 g frischer Germ oder 1 Päckchen Trockengerm

Zutaten für die Natronlauge

  • 1,5 L Wasser
  • 75 g Speisenatron

Außerdem

  • Grobes Salz bzw. Brezelsalz zum Bestreuen
  • Handschuhe zum Arbeiten mit der Natronlauge

Zubereitung der Brezen

  1. Zuerst alle Zutaten für den Teig in einer Rührschüssel ca. 10–15 Minuten mit dem Knethaken einer Küchenmaschine, eines Handrührgerätes oder mit den Händen zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten.
  2. Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer Kugel schleifen und in der Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45–60 Minuten aufgehen lassen (bzw. bis er sich verdoppelt hat).
  3. Den aufgegangenen Teig anschließend in ca. 90 g schwere Portionen teilen, diese zuerst zu Kugeln schleifen und anschließend unter Spannung etwas länglich formen. (Sie sollten eine ähnliche Form wie Grießnockerln bekommen.)
  4. Die Teiglinge ca. 5 Minuten entspannen lassen und danach zu ca. 1 – 1,5 cm dicken Strängen rollen.
  5. Für die typische Brezenform die Enden der Teigstränge übereinanderlegen und einmal umeinander schlingen. Die Enden nun hochheben und zur Mitte des Teigstranges klappen. Gut festdrücken und die Brezen kurz abdecken.
  6. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  7. Inzwischen die Lauge vorbereiten: Das Wasser in einen großen Kochtopf geben und aufkochen lassen. Das Natron anschließend hinzufügen und die Temperatur auf mittlere Stufe reduzieren. Achtung: Beim Hinzufügen des Natrons schäumt die Mischung stark. Am besten Handschuhe tragen und vorsichtig arbeiten.
  8. Die Brezen anschließend mit einer Schaumkelle oder einem Pfannenwender vorsichtig in das Laugenbad legen und ca. 30 Sekunden darin baden lassen.
  9. Die Brezeln mit der Schaumkelle herausholen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech setzen. Mit groben Salz bestreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 20–25 Minuten backen.
  10. Die Laugenbrezel am besten frisch und noch leicht warm genießen. Sie lassen sich auch wunderbar einfrieren und bei 150 °C für ca. 5–8 Minuten frisch aufbacken.
Breze formen Schritt für Schritt: Collage mit den einzelnen Schritten zum Formen einer selbstgemachten Breze.“

Ich wünsche euch gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Celina

Goldbraune, gesalzene Laugenbrezen im Körbchen serviert
Laugenbrezen
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Portionen: 10 Stück
Autor: Celina Hruschka
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